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Petrus Claver, S.J. |
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Glasmalerei
in der Foto: G. Botha |
Maria Theresia Ledochowska
wollte ihre Gründung unter den Namen und Schutz dieses spanischen
Jesuiten stellen. Sein restloser Einsatz für die Sklaven inspirierte
sie zutiefst. Auch im Dunkel unserer Zeit leuchtet sein Leben und Wirken.
Wer war dieser "Pedro Claver"? Geboren am 26.Juni 1580 in Spanien, im katalonischen Verdù, ca. 100 km von Barcelona entfernt. Die Katalonier sind Menschen, die wenig sprechen, ehrlich sind und sehr religiös. Sie lieben die Arbeit und die Freiheit. Diese Eigenschaften findet man auch im Charakter von Petrus Claver. In das Taufregister des künftigen Heiligen schrieb sein Pfarrer: "Gott mache ihn zu einem guten Christen". Schließlich ist ein Heiliger nichts anderes als ein guter Christ. Im Jahr 1593 verlor der Dreizehnjährige seine Mutter und den ältesten Bruder, was ihn schmerzlichst traf. Mit 15 Jahren nimmt er seine kirchlichen Studien
auf. Am 7. August 1602 tritt er in den Orden der Gesellschaft Jesu in
Tarragona ein. Für die aus Afrika in die "neue Welt" verschleppten Schwarzen, geschunden, getreten, geschlagen wurde Claver der hingebungsvolle Vater und Missionar. Nicht weniger als 300.000 dieser Sklaven soll er getauft haben.
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Im Dienst an den Armen und Ausgestoßenen wollte er Christus, dessen Leidensantlitz er in diesen Menschen erblickte, seine Liebe beweisen. Alle Mühen, Beschwerden und Schwierigkeiten, die er auf sich nehmen musste, erschienen ihm unbedeutend, ja er achtete ihrer kaum, weil die Liebe ihn beseelte und seinen Eifer geradezu "beflügelte". Stets meinte er, der großen Liebe des Erlösers zu uns Menschen noch zu wenig entsprochen zu haben. Nur die Kraft, die er aus seiner innigen Gottverbundenheit schöpfte, konnte Petrus Claver dazu befähigen, die Fülle seiner Aufgaben zu bewältigen und stets für andere da zu sein. Die Liebe, die aus dem Herzen des leidenden Erlösers strömt, verlieh diesem Apostel immer wieder neue Kraft inmitten seiner aufreibenden Tätigkeit, bei vielerlei Leiden und körperlicher Erchöpfung. Der "Sklave der Sklaven" - so hatte er sich selbst bezeichnet - verstarb am 8. September 1654 in Cartagena und wurde am 15. Januar 1888 von Papst Leo XIII. heilig gesprochen und vom gleichen Papst im Jahr 1896 zum Patron aller Missionen unter Schwarzafrikanern erhoben. Jede Versklavung, auch die neuen Formen der Sklaverei, sind ein grober Anschlag auf die von Gott jedem Einzelnen geschenkte Würde. Petrus Claver ermutige und helfe allen, in diesem Kampf nicht zu erlahmen. |
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